Thema Kolonialismus und Postkolonialismus

Seminarkurs 2024/25

Internationale Strategie Ziele 

Der Seminarkurs läuft über ein gesamtes Schuljahr und ist eingebettet in den übergeordneten Themenkomplex Migrationsbewegungen in Geschichte und Gegenwart.
Übergeordnetes Ziel ist es ein Bewusstsein für Migrationsbewegungen sowie deren Bedeutung für Gesellschaft zu erschaffen. Dabei wird ein Fokus darauf gelegt zu betrachten wie Integrationsprozesse funktionieren, sich auf die gesellschaftlichen Strukturen und demokratische Prozesse auswirken.
Im diesem Schuljahr 2024/25 ist das Thema des Seminarkurses Umgang mit dem Kolonialen Erbe (Kolonialismus und Postkolonialismus) und verbindet dadurch aktuelle ethische sowie historische Fragestellungen. 

Bereits durchgeführte Projekte:

Projekttage zum Kolonialismus in Stuttgart

Auch in Stuttgart als ehemaliges Zentrum des Königreichs Baden-Würrtemberg sind zahlreiche koloiale Spuren zu entdecken. Welche Bedeutung der Stadt Stuttgart als regionales koloniales Zentrum zukam, welche Akteur*innen die Kolonialzeit prägten und welche Verflechtungen zwischen Stuttgart und kolonialer Peripherie entstanden, thematisierten die Projekttage in Kooperation mit dem Lernort Geschichte.

Interaktive Performance
Thema: Völkerschau in Nill’s Tiergarten
Leitung Künstlerin: Lidia Chavez, Yara Richter
09.07.2024
Bei Nills ist ein ortsspezifisches Projekt, das auf den Nillschen Tiergarten, einen privaten Zoo in Stuttgart, zurückblickt. Der Zoo hielt nicht nur eine Vielzahl von Tierarten, sondern war auch zwischen 1881 und 1906 Schauplatz mehrerer sogenannter Völkerschauen. Das Projekt besteht aus räumlichen Installationen sowie partizipativen Performances und Führungen mit dem Ziel, durch eine Umschreibung von Erzählungen auf spielerische und demokratische Weise einen Diskurs über das Anderssein anstoßen.

Interaktiver Stadtrundgang/Führung
Thema: Koloniale Spurensuche in Stuttgart
Leitung: Pia Preu/ Lernort Geschichte
Termin: 10.07.24
Die „Koloniale Spurensuche in Stuttgart“ geht quer durch die Innenstadt zu historische relevanten Orten, thematisiert dabei aber stets auch aktuelle Debatten und postkoloniale Kontinuitäten in der Gegenwart, dei mit den Schüler*innen diskutiert werden.

Während der Spurensuche werden Themen wie historischer und aktueller Rassismus, Völkerschauen, Kolonialrevisionismus, die Rolle der Frau wähtend des Kolonialsimus, Museen im Kolonialismus, christliche Mission, postkoloniale Kontinuitäten und Denkmaldebatten besprochen. Mittels interaktiver Einbindung der Schüler*innen werden diese Themen an verschiedenen Stationen diskutiert und reflektiert.
Die Spurensuche beginnt am ehemaligen Gelände von Nill’s Tiergarten udn endet auf dem Karlsplatz.

Exkursion Biennale Venedig
Thema Foreigners Everywhere
Leitung: Karima Klasen, Dr. Katrin S. Knopp
24.-27.09.2024
Künstlerische Aufarbeitung zum Thema Migration, Kolonialismus, Postkolonialismus
Die Bienalle ist ein Event, der die gesamte Kunst Welt vereint. Gegründet wurde diese Ausstellung 1895 und noch immer ist ihr Ansehen weltweit ungebrochen. In diesem Jahr fand die 60. Biennale statt und die Schüler aus dem Kunstprofil des Beruflichen Gymnasiums der Akademie für Kommunikation hatten die Möglichkeit diese zu besuchen. Begleitet wurden sie von ihrer Kunstlehrerin und Bildenden Künstlerin Karima Klasen und der Kunsthistorikerin Dr. Katrin S. Knopp.
Das Thema der diesjährigen Biennale war Foreigners Everywhere.

Künstler beschäftigten sich auf vielfältige Weise mit der Thematik des Fremdseins, mit Migration, Kolonialismus, Rassismus und kultureller Identität. Die Künstler, welche die verschiedenen Ländern repräsentierten setzten sich auf vielfältige Weise mit dieser Thematik auseinander. Hier folgt eine Bild und Textreportage mit Reflektionen der Schüler*innen zu den einzelnen Kunstwerken.

Seminarkurs-Präsentation Juli 2025