07 „Spielerisches Verhalten in Biologie
und Psychologie“
Dieses interessante Projekt wurde von Clemens Schradi und Maria Buske-Blehm angeboten.
Schüler-Projektbericht :
Zusammen haben sich die neuen Schüler der Afk sowie schon besuchende Schüler in der
Projektwoche mit Themen wie Spielverhalten, Erfolgserlebnisse sowie mit der Mobilität
des Menschen für vier Tage intensiv beschäftigt. Dabei durften wir selbst kreativ werden,
unsere Ideen in echte Kunstwerke umwandeln und dabei lagen zwei besondere Fragen im
Raum. Warum spielen Menschen so gerne? Kann man so ein Verhalten auch in der Tierwelt
beobachten? Also machten wir es zu unserer Aufgabe, die wissenschaftlichen sowie
sozialen Faktoren hinter all dem herauszufinden, und die Faszination für Spiele, besser zu
verstehen.
Am ersten Tag in unserer Gruppe „Biology meets Psychlogy“ haben wir uns erstmals mit der Mobilität des Menschen auseinandergesetzt und warum dieser so gerne
Transportmittel nutzt, statt selbstständig seine Ziele zu erreichen. Unser Psychologielehrer
Herr Schradi forderte uns daraufhin auf, eine Mindmap mit all den Vorteilen aufzustellen,
die durch die Jahre mit den neuen Innovationen entstanden sind. Ob es das Flugzeug, das
Auto oder ganz unspektakulär – der Kinderwagen ist, all das ermöglichte dem Menschen
Zeit zu sparen und ein effizienteres Leben zu führen.
In den nächsten beiden Tagen, haben wir verschiedene Themen wie Spiel, Motivation, passende Fähigkeiten und das bekannte psychologische Muster namens Flow-State kennengelernt. Zudem konnten wir genau dieses Phänomen selbst anwenden, indem wir aus Schuhkartons eigene Spiele bastelten, ihnen einen Namen gaben und zudem auch bewerteten. Jede Gruppe durfte die Spiele der anderen Gruppen testen, denn auf diese Art konnte man genau erkennen, wie das Spiel bei den jeweiligen Schülern und Schülerinnen angekommen war. Wir orientierten uns an dem Fragebogen von Frau Buske-Blehm, unserer Biologielehrerin. Wie schwierig ist unser Spiel? Motiviert es den Menschen, es weiter zu versuchen? Können wir es in der Tierwelt anwenden? Unsere Analysen waren äußerst lehrreich. Zudem war eine Gruppe dafür zuständig, die Treppen der Afk so zu beschmücken,
dass jeder am Montag höchstmotiviert die Schule betreten kann! Dazu kommt, dass wir auch
Kindheitsspiele spielen durften, wie bsp. Verstecken oder Seilspringen.
Am letzten Tag ging es in die Wilhelma, wo man nochmals genau das Spielverhalten der
Tiere beobachten konnte. Oft denkt man, dass Tiere allein durch Instinkte und Reize beeinflusst werden, aber in der Wilhelma konnten wir erkennen, dass das Gehänge der
Seelöwen mit gummiartigen Ringen ausgestattet war, welche zum Spielen benutzt worden
sind. Während wir weitere Tiere observierten, füllten wir einen Bogen aus und als wir fertig
waren, trafen wir uns am Affengehege wieder. Zum Schluss diskutierten wir über unsere
unterschiedlichen Erfahrungen zu unserem Thema und sind zum Entschluss gekommen,
dass Menschen sowohl als auch einige Tierarten gerne spielerisch durchs Leben gehen
und dass Erfolgserlebnisse, neue Fähigkeiten und Freude feste Bestandteile ihrer Welt
sind.
Wie der Kulturhistoriker Johan Huizinga einst sagte:
„Das Spiel ist älter als die Kultur. Die Tiere haben nicht auf den Menschen gewartet,
damit er ihnen das Spielen beibringe.“
