Ausserschulische Aktivitäten

Gedenkveranstaltung an die Reichsprogromnacht im Rahmen der jüdischen Kulturtage in Stuttgart

„Dort waren wir die Juden, hier sind wir die Deutschen. Da soll sich ein Mensch zurechtfinden.“ Adam Klein

Am 10. November 2025 besuchte der Ethikkurs des Beruflichen Gymnasiums die im Hospitalhof Stuttgart stattfindende Gedenkveranstaltung zur Reichsprogromnacht. Rund 150 Schüler*innen aus verschiedenen Stuttgarter Gymnasien waren gekommen. Die Veranstaltung wurde festlich eröffnet durch eine Ansprache von Monika Renniger und einer musikalischen Begleitung am Piano.

Es folgte ein Vortrag des 18jährigen Adam Klein, der im Zuge seiner Matura die eigene Familiengeschichte aufgearbeitet hat. Die Spuren der jüdischen Vorfahren haben ihn aus der Schweiz, nach England bis nach Stuttgart geführt. Eindrucksvoll hat er anhand des vorgefundenen Materials aus Familienbesitz gezeigt, wie seine Urgroßeltern innerhalb kürzester Zeit von einem respektablen, bürgerlichen Paar zu Verfolgten und Flüchtenden wurden. „Dort waren wir die Juden, hier sind wir die Deutschen. Da soll sich ein Mensch zurechtfinden.“ Auch thematisiert hat Klein wie Traumata sich transgenerational auswirken und sich bis in Folgegenerationen fortsetzen. Der Schluss seines Vortrags setzte jedoch ein Zeichen der Hoffnung: die Bewohner der Hölderlinstraße in Stuttgart erinnerten sich an die Familie und aus der Begegnung ist nicht nur ein intensiver Austausch über die Vergangenheit, sondern auch eine Freundschaft entstanden.

Nach einer Podiumsdiskussion unter Einbeziehung der einzelnen Schulklassen, ging es in die Workshops. Unsere Schüler haben an einen Workshop zum Thema Erinnerungskultur und über die Stolpersteine als Form des Gedenkens teilgenommen. Die Schüler*innen gingen voller Eindrücke, Gedanken und erfüllt von Begegnung und Austausch mit wertvollen Erinnerungen nach Hause.ndigen Kunstbetrachtung. Am Ende fand eine Diskussion über das Arbeiten vor Originalen statt und alle waren sich einig, das Kunsterlebnis vor Ort wiederholen zu wollen. Die Aktion wurde von Katrin Knopp organisiert und begleitet. Hier ein paar Impressionen vom Museumsbesuch.