Collagen im Literaturhaus

„Ich will verstehen“ – Collagen zu Hannah Arendt im Literaturhaus am 29.04.2026

Freundschaft ist nicht intim persönlich, sondern stellt politische Ansprüche und bleibt bezogen auf die Welt.“ Hannah Arendt

Am Mittwoch, den 29. April fand im Literaturhaus in Stuttgart im Zuge der Reihe „Ach!“ Hannah Arendt eine feierliche Vernissage statt. Insgesamt 16 internationale Lyriker:innen stellten Collagen vor, die in der Auseinandersetzung mit Hannah Arendt eingereicht wurden. Vertreten waren unter anderem Herta Müller, Ellen Hinsey, Yang Lian, Max Lobe und Suvi Valli. Viele der Künstlerinnen waren eigens für diesen Anlass nach Stuttgart gereist, andere hatten Videobotschaften aus Indien oder New York eingesandt.

Die Autor:innen präsentierten ihre Werke und sprachen über die Wichtigkeit von Demokratiebildung und politischem Diskurs in einer Welt, die von Krisenherden und Autokratie erschüttert ist. „Freundschaft in finsteren Zeiten“, hieß das Motto. Neben den eindrücklichen Einzelarbeiten, war besonders der Gedanke bestechend, dass Arendts Werk bis heute nachhallt und ihre Gedanken in aller Welt diskutiert und geteilt waren.

Am selben Abend fand auch die Vernissage von Schülerarbeiten statt, die im Zuge des Wettbewerbs „Ich will verstehen“ eingereicht wurden.

Prämiert wurden Schülerarbeiten, die im Unterricht von Catharina Wittig und Annette Hahn im Berufskolleg Grafik Design entstanden sowie Collagen aus dem Ethikunterricht von Katrin S. Knopp. Angeregt von Hannah Arendts Werk, hatten sich die Schüler:innen intensiv mit der Frage auseinander gesetzt, welche Rolle Diskussion, Austausch und politischer Diskurs in unserer Gesellschaft spielen.

Elf unserer Schüler sind unter den Preisträgern. Fynn Kämpens Entwurf wurde zum Key Visual der Ausstellung gewählt und prangt auf Litfaßsäule, Fahne und ist prominent im Eingangsbereich der Halle zu sehen. Ach!, was für eine Ehre.