Das BKGD3 hat dieses Jahr in Kunstgeschichte bei Katrin Knopp das Thema Nachkriegsarchitektur durchgenommen, genauer den Internationalen Stil, Brutalismus und das organische Bauen. Wir haben im Unterricht auch über Beispiele in Stuttgart gesprochen. Das Interesse und die Begeisterung für das Thema war in der Klasse so groß, dass ein Fotoprojekt daraus entstanden ist, in dem die Schüler*innen markante Beispiele von Nachkriegsarchitektur in Stuttgart aufgesucht und aufgenommen haben. Jede Kleingruppe hatte die Aufgabe eine Gesamtansicht, eine besondere Perspektive sowie ein besonderes Detail fotografisch festzuhalten. Auch Alterungsspuren im Beton, Kontrast bzw. Einfügung in die Umgebung waren Themen, mit denen sich die Schüler*innen bei der Dokumentation beschäftigt haben.
Die fotografischen Arbeiten und die vermittelten kunsthistorischen Inhalte waren dann Grundlage für ein Reflektionsgespräch im Unterricht über Denkmalschutz und den Umgang mit dieser Form von Architektur, die ja gerade anhand des Wittwer Hochhauses am Schlossplatz auch gesellschaftliche Relevanz besitzt.
Die ausgewählten fotografischen Beispiele zeigen das Geno Haus am Milaneo und den Landtag als Beispiel für den Internationalen Stil, Romeo und Julia von Hans Scharoun sowie die Liederhalle von Rolf Gutbrod und Adolf Abel repräsentieren die Nachkriegsarchitektur des organischen Bauens. Für den Brutalismus konnten sich die Schüler*innen am stärksten begeistern, dieser erlebt ja gerade auf den sozialen Medien sowohl in Architekturkreisen als auch im Bereich der Fotografie ein großes Revival, hierfür haben die Schüler*innen das erste Terrassenhaus in der Tapachstraße ausgewählt und die Landesbibliothek in Stuttgart.
